
12 einfache Wichtel-Ideen für entspannte Familientage
Der Wichtel muss nicht jeden Tag Quatsch machen: 12 einfache Wichtel-Ideen mit wenig Vorbereitung – plus drei kostenlose Wichtelbriefe zum Ausdrucken.
Es ist kurz nach zehn. Die Kinder schlafen endlich, die Küche ist halbwegs aufgeräumt und eigentlich möchtet ihr nur noch aufs Sofa.
Und dann fällt es euch ein:
Der Wichtel.
Also noch schnell Toilettenpapier durchs Wohnzimmer wickeln? Zwanzig Kuscheltiere vor der Wichteltür versammeln? Mehl in der Küche verteilen und winzige Fußspuren hineinmalen?
Kann man machen.
Muss man aber nicht.
Denn eine schöne Wichtelzeit muss nicht daraus bestehen, dass Eltern jeden Abend neue Streiche vorbereiten und am nächsten Morgen das Chaos wieder beseitigen. Ein Wichtel darf Quatsch machen. Er darf aber auch einfach einen Brief schreiben, die Kinder um eine kleine Hilfe bitten, etwas über sie erfahren oder gemeinsam mit ihnen Weihnachten erleben. Und manchmal darf er sogar einfach einen ruhigen Tag haben.
Die schönsten Wichtelmomente entstehen ohnehin selten durch besonders aufwendige Aktionen. Sie entstehen dadurch, dass der kleine Mitbewohner für ein paar Wochen ganz selbstverständlich zum Familienalltag gehört.
Hier kommen deshalb 12 einfache Wichtel-Ideen, die Kindern Freude machen, ohne Eltern jeden Abend vor ein neues Bastelprojekt zu stellen.
Ihr habt noch gar keine Wichteltür? In unserer Anleitung Wichteltür selber machen zeigen wir, wie ihr mit wenig Material einen kleinen Wichtelplatz gestaltet.

1Kleine Wichtelspuren vor der Tür
Manchmal braucht es erstaunlich wenig, um Wichtelmagie entstehen zu lassen. Streut etwas Mehl oder Puderzucker vor die Wichteltür und hinterlasst darin ein paar winzige Fußspuren. Sie müssen nicht durch das ganze Wohnzimmer führen – zwei oder drei Abdrücke direkt vor der Tür reichen vollkommen.
Am Morgen dürfen die Kinder dann überlegen: Wo war der Wichtel wohl unterwegs? Vielleicht ist er nur kurz vor die Tür getreten. Vielleicht hat er nachts das Wohnzimmer erkundet. Vielleicht war er sogar heimlich im Kinderzimmer.
Lasst die Kinder ihre eigene Geschichte dazu erzählen. Die ist meistens viel schöner als alles, was wir Erwachsenen vorbereiten könnten.
2Der Wichtel braucht Hilfe
Auch Wichtel können nicht alles. Legt ein paar Bauklötze, Buntstifte, Knöpfe oder andere kleine Gegenstände durcheinander vor die Wichteltür, und daneben eine kleine Nachricht:
Könnt ihr mir helfen, hier ein bisschen Ordnung hineinzubringen?
Die Kinder können die Dinge nach Farbe, Größe oder Form sortieren. Das Schöne daran: Der Wichtel hat nicht wieder etwas Spektakuläres vorbereitet – er braucht die Kinder. Dadurch entsteht eine kleine Beziehung zwischen Kind und Wichtel, und für die Eltern besteht die gesamte Vorbereitung daraus, ein paar Dinge vor eine Tür zu legen.
3Malt dem Wichtel ein Bild
Heute möchte der Wichtel etwas für sein kleines Zuhause haben. Vielleicht ein Bild. Vielleicht einen Stern. Vielleicht ein kleines Schild für seine Tür. Was genau, dürfen die Kinder entscheiden.
Legt einfach eine kleine Nachricht vor die Wichteltür und stellt irgendwann am Tag Papier und Stifte bereit. Das fertige Kunstwerk kann am Abend vor die Tür gelegt werden – und am nächsten Morgen ist es verschwunden oder hängt plötzlich daneben an der Wand. Damit wird aus einer ganz normalen Malaktion ein kleines Stück Wichtelgeschichte.
Und bitte nicht korrigieren oder verschönern: Für einen Wichtel ist ein krummer Weihnachtsbaum mindestens genauso wertvoll wie ein perfekter.
4Der Wichtel richtet sein Zuhause ein
Heute passiert … eigentlich gar nicht viel. Vielleicht steht morgens ein kleiner Teppich vor der Wichteltür. Oder ein winziger Bilderrahmen. Ein Namensschild, eine kleine Bank, ein Tannenzweig, ein Mini-Päckchen.
Und das war's. Die Kinder entdecken einfach, dass sich im Zuhause ihres Wichtels etwas verändert hat. Fragt sie:
„Was könnte der Wichtel für sein Zuhause noch gebrauchen?"
Plötzlich entsteht aus einer einzigen Kleinigkeit eine ganze Geschichte. Nicht jeder Wichteltag braucht eine große Überraschung – gerade solche ruhigen Veränderungen lassen die kleine Wichtelwelt lebendig wirken.
5Zeigt dem Wichtel eure Lieblingssache
Heute möchte der Wichtel die Kinder besser kennenlernen. Seine Aufgabe:
„Zeigt mir etwas, das euch richtig viel Freude macht."
Das kann alles sein. Ein Lieblingskuscheltier, ein selbstgemaltes Bild, ein Lied, ein Tanz, ein Instrument, ein Lego-Bauwerk, ein Buch. Vielleicht veranstaltet das Kind spontan ein kleines Konzert vor der Wichteltür. Vielleicht stellt es einfach seinen Teddy daneben und erzählt, warum der so wichtig ist.
Es gibt kein richtig oder falsch. Der Wichtel liefert heute nicht die Unterhaltung – er interessiert sich für das Kind. Und genau deshalb gehört dieser Tag zu unseren liebsten ruhigen Wichtel-Ideen.
6Erzählt dem Wichtel euren Lieblingswitz
Wisst ihr eigentlich, worüber Wichtel lachen? Heute könnt ihr es herausfinden. Der Wichtel hinterlässt morgens nur eine kleine Bitte:
Ich brauche heute etwas zum Lachen. Erzählt ihr mir euren allerbesten Witz?
Und dann darf beim Frühstück, nach Kindergarten oder Schule oder irgendwann am Nachmittag der beste Kinderwitz ausgepackt werden.
Das war der komplette Wichteltag. Keine Dekoration, kein Einkauf, kein Chaos – nur ein kleiner gemeinsamer Moment.
7Singt dem Wichtel ein Weihnachtslied
Vielleicht kennt euer Wichtel die Weihnachtslieder der Menschen noch nicht besonders gut. Zeit, das zu ändern: Die Kinder dürfen ihr Lieblingsweihnachtslied aussuchen und es irgendwann am Tag vor der Wichteltür singen. Und wenn niemand singen möchte, hört ihr das Lied einfach gemeinsam an.
Das Schöne an dieser Idee ist, dass der Wichtel nichts Neues in euren Advent hineinpresst. Er wird Teil von etwas, das ohnehin zum Advent gehört.
8Eine kleine Schatzsuche durchs Haus
Der Wichtel braucht ein paar ungewöhnliche Dinge für ein geheimes Projekt. Können die Kinder ihm helfen? Gesucht wird zum Beispiel:
- etwas Rundes
- etwas Weiches
- etwas Rotes
- etwas aus der Natur
- etwas, das euch glücklich macht
Die gefundenen Schätze werden vor die Wichteltür gelegt. Was der Wichtel damit macht, muss heute noch niemand wissen. Vielleicht entsteht daraus später etwas, vielleicht bedankt er sich einfach.
Und wenn fünf Dinge heute schon zu viel sind, sucht ihr eben drei. Die Wichtelidee soll zum Tag passen, nicht der Tag zur Wichtelidee.
9Pflanzt Wichtel-Zaubersamen
Zwischen all den ruhigen Tagen darf natürlich auch mal echte Wichtelmagie passieren. Der Wichtel bringt ein paar geheimnisvolle Zaubersamen mit – Sonnenblumenkerne, Zuckerstreusel oder andere kleine „Samen". Gemeinsam werden sie eingepflanzt.
Über Nacht tauschen die Eltern die Samen gegen eine kleine Überraschung aus, die scheinbar aus der Erde gewachsen ist. Am nächsten Morgen heißt es dann: staunen.
Ein schöner Gegenpol zu den ganz ruhigen Tagen – wenig Aufwand, aber ein großer Wow-Moment.
10Der Wichtel möchte Plätzchen backen
Plätzchenbacken stand sowieso auf eurem Adventsplan? Perfekt. Dann muss der Wichtel nicht noch zusätzlich irgendetwas veranstalten. Er hinterlässt morgens einfach eine kleine Nachricht:
Bei euch riecht es überall so weihnachtlich. Backen Menschen eigentlich auch Weihnachtsplätzchen?
Und schon gehört das ohnehin geplante Backen zur Wichtelgeschichte. Keine Zeit, selbst Teig zu machen? Nehmt Fertigteig. Keine Zeit zum Backen? Verziert zusammen ein paar gekaufte Plätzchen.
11Schmückt einen winzigen Wichtel-Weihnachtsbaum
Dafür braucht ihr keinen gekauften Miniatur-Weihnachtsbaum. Ein kleiner Tannenzweig oder ein schöner Ast aus dem Garten reicht. Stellt ihn neben die Wichteltür und lasst den Wichtel die Kinder um Hilfe bitten: Sein Weihnachtsbaum sieht noch ziemlich leer aus.
Die Kinder können aus Papier, Schnur, Perlen oder anderen Bastelresten winzige Anhänger gestalten. Das ist bewusst keine Zwei-Minuten-Idee – und eignet sich deshalb wunderbar für einen Samstag oder Sonntag, an dem ohnehin Zeit zum Basteln ist.
12Macht einfach einen ruhigen Wichteltag
Und dann gibt es diese Tage. Elternabend. Weihnachtsfeier. Zwei müde Kinder. Ein langer Arbeitstag.
An solchen Abenden muss der Wichtel nicht plötzlich die Küche verwüsten. Legt einfach einen Brief vor seine Tür:
Heute mache ich es mir in meinem kleinen Wichtelhaus gemütlich. Macht ihr es euch heute auch schön?
Das war's. Vielleicht lest ihr am Abend zusammen eine Geschichte. Vielleicht schaut ihr einen Weihnachtsfilm. Vielleicht passiert überhaupt nichts Besonderes. Auch das ist ein guter Wichteltag.
Denn ruhige Tage sind keine Lücken, die Eltern irgendwie mit einer Aktion füllen müssen. Sie gehören zur Geschichte.
Wie viel Wichtel-Action braucht es eigentlich?
Vielleicht weniger, als Instagram und Pinterest manchmal vermuten lassen.
Natürlich darf euer Wichtel auch mal Quatsch machen. Er darf Schuhe vertauschen, etwas ausprobieren, einen Zauber wirken oder morgens für großes Staunen sorgen. Aber nicht jeder der 24 Adventstage muss ein Wow-Moment sein.
Ein paar große Überraschungen. Viele kleine Begegnungen. Gemeinsame Familienmomente. Und zwischendurch Tage, an denen fast nichts passiert. Gerade dieser Wechsel macht die Wichtelgeschichte lebendig – und sorgt dafür, dass sie auch für die Eltern schön bleibt.
Denn wenn Mama oder Papa jeden Abend erschöpft überlegen müssen, welchen Wichtelstreich sie jetzt noch vorbereiten sollen, ist irgendwann genau das Gegenteil von dem passiert, was wir eigentlich wollten: Der Wichtel ist zum Stressfaktor geworden. Das muss er nicht sein.
🎁 3 kostenlose Wichtelbriefe zum Ausdrucken
Ihr möchtet diese Art von Wichtelzeit ausprobieren? Dann haben wir drei fertige Wichtelbriefe kostenlos für euch vorbereitet:
- Zeigt mir eure Lieblingssache – Der Wichtel möchte die Kinder ein bisschen besser kennenlernen. Sie dürfen ihm ihr Lieblingslied, Lieblingsspiel, ein Instrument oder etwas anderes zeigen, das ihnen Freude macht.
- Ruhetag – Heute macht es sich der Wichtel in seinem kleinen Zuhause gemütlich. Keine Aufgabe, kein Streich, denn auch Wichtel brauchen manchmal einen ruhigen Tag.
- Geschichte aus dem Wichtelwald – Warum sind Sterne für Wichtel eigentlich so wichtig? Eine kleine Wichtelgeschichte, die mit einer einfachen Familienidee endet: abends gemeinsam nach draußen gehen und einen Lieblingsstern suchen.
3 kostenlose Wichtelbriefe herunterladen (PDF)
Ausdrucken, ausschneiden und abends vor die Wichteltür legen. Mehr müsst ihr nicht vorbereiten.
Gefällt euch diese Art von Wichtelzeit?
Dann könnt ihr mit Lumi – 24 Tage Wichtelmagie eine ganze Adventsreise daraus machen: 24 vorbereitete Wichteltage mit fertigen Briefen, einem Eltern-Guide und Flex-Tagen, die ihr passend zu eurem Familienalltag einsetzen könnt.
Es wird gezaubert, gebastelt und entdeckt. Manchmal braucht Lumi die Hilfe der Kinder. Und manchmal reicht einfach ein Brief.
Lumi soll euren Advent begleiten. Nicht bestimmen.
Hinweis zu den Bildern: Einige der Beispielbilder in diesem Artikel wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt. Sie dienen als Inspiration und zeigen beispielhaft, wie ein kleiner Wichtelplatz aussehen kann.
Passend dazu
Fertige Abenteuer zum Ausdrucken
Keine Zeit, alles selbst vorzubereiten? Diese PDF-Abenteuer sind sofort startklar.
Gut zu wissen
Häufige Fragen
Muss der Wichtel jeden Tag etwas machen?
Nein. Gerade der Wechsel macht die Wichtelzeit schön: ein paar größere Überraschungen, viele kleine Begegnungen und zwischendurch Tage, an denen fast nichts passiert. Ruhige Tage sind keine Lücken, die Eltern irgendwie füllen müssen – sie gehören zur Geschichte dazu.
Was mache ich, wenn wir einen Wichteltag vergessen haben?
Das lässt sich leicht erzählen: Der Wichtel hat verschlafen, war noch im Wichtelwald unterwegs oder hat sich einen Ruhetag genommen. Kinder nehmen solche Erklärungen erfahrungsgemäß gelassener als Erwachsene.
Ab welchem Alter sind Wichtel-Ideen sinnvoll?
Etwa ab drei Jahren. Jüngere Kinder erleben vor allem die Magie und das Entdecken, ältere beginnen, die Geschichte aktiv mitzugestalten und dem Wichtel selbst zu schreiben.
Wie viel Vorbereitung braucht eine Wichtel-Idee wirklich?
Die meisten Ideen in diesem Artikel sind in ein bis drei Minuten vorbereitet – oft reicht ein kleiner Brief oder eine Kleinigkeit vor der Wichteltür. Aufwendigere Aktionen lohnen sich eher am Wochenende, wenn ohnehin Zeit zum Basteln ist.
Braucht man für Wichtel-Ideen eine Wichteltür?
Nötig ist sie nicht. Ein kleiner Platz im Regal, eine Ecke auf der Fensterbank oder ein Schuhkarton als Wichtelhaus funktionieren genauso. Die Tür macht es nur einfacher, weil die Kinder wissen, wo sie morgens zuerst nachsehen.
Wie verhindere ich, dass der Wichtel für mich zum Stress wird?
Plane von Anfang an ruhige Tage mit ein und entscheide erst am Abend, was zum Tag passt. Wer sich vornimmt, 24 Abende lang neue Streiche vorzubereiten, landet fast zwangsläufig beim Gegenteil von dem, was die Wichtelzeit eigentlich sein soll.
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